Bericht vom 14. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main

Am 7. November 2013 fand in der Hochschulstadt Geisenheim der 14. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main statt. Der AK Kommunale Baumpflege Rhein-Main ist eine Kommunikationsplattform für kommunale Bedienstete im Großraum Rhein-Main, die in ihrer Stadt das Baummanagement organisieren. Mit fast 60 Teilnehmern war das Treffen, wie bereits in den Vorjahren, wieder ausgebucht. Durchs Programm führte öbvSV Matthias Zorn, Usingen.
Der Präsident der Hochschule Geisenheim, Professor Hans Reiner Schultz, begrüßte die Teilnehmer am Campus Geisenheim und stellte den noch relativ neuen Zuschnitt der Universität vor. Die Hochschule Geisenheim ist eine staatliche Hochschule des Landes Hessen und wurde zum 1. Januar 2013 als Hochschule neuen Typs, der eine Aufhebung der bisherigen strikten Trennung von Hoch- und Fachhochschulen bedeutet, gegründet. Vorgängereinrichtungen waren der Fachbereich Geisenheim der Hochschule RheinMain und die Forschungsanstalt Geisenheim, die zur neuen Hochschule Geisenheim zusammengefasst wurden. Diese hat aktuell etwa 1200 Studierende  in fünf Bachelor- und sechs Masterstudiengängen. Neben Weinbau und Getränketechnologie können hier auch Gartenbau und Landschaftsarchitektur studiert werden.

Maltaflor
Zunächst referierte Dr. agr. Mario Protzmann über „Keimkraft für den Boden“. Er zeigte auf, dass den heute oft verwendeten Substraten zur Baumpflanzung wichtige Nährstoffe fehlen und stellte die Vorteile einer pflanzlichen Düngung mit Malzkeimen in den Vordergrund seines Vortrages. Anhand anschaulicher Beispiele ungedüngter und gedüngter Pflanzen verdeutlichte er die Vorteile. „Insbesondere in Kombination mit Mykorrhiza ist eine weitere Steigerung der Vitalität und Überlebensfähigkeit von Pflanzen möglich“, so Protzmann.

Westphal

Anschließend berichtete Heinz-Peter Westphal , Stadt Frankfurt, über das Baummanagement der Stadt Frankfurt.  Die Stadt Frankfurt mit knapp 700.000 Einwohnern erstreckt sich über eine Fläche von 248 qkm und besitzt 1.339 ha Grünflächen, die vom Grünflächenamt verwaltet werden. Dort arbeiten aktuell  689 Mitarbeiter, davon 209 im administrativen und 480 im manuellen Bereich. Die Ersterfassung des Baumbestandes ist noch nicht vollumfänglich abgeschlossen und dennoch befinden sich bereits ca. 220.000 Bäume im Baumkataster der Stadt.  Das elektronische Baumkataster wurde 2006 eingeführt und seit 2011 gibt es eine Dienstanweisung zur Baumkontrolle.

Die Hauptbaumarten in Frankfurt sind Ahorn mit ca. 26% des kartierten Baumbestandes, gefolgt von Eiche (11%), Hainbuche (10%) und (Linde 7%).

Als Problembaum hat sich in Frankfurt in den letzten Jahren die Robinie herauskristallisiert. Mit einer Bearbeitungsquote von ca. 22% pro Jahr liegt sie deutlich über anderen Baumarten. Die Vergleichskennzahl anderer Baumarten liegt ungefähr bei der Hälfte.

Große Beachtung wird in Frankfurt dem durchwurzelbaren Raum bei Neuanpflanzungen beigemessen. „Eine Baumgrube mit 12 cbm Wurzelraum ist bei uns Standard“ so Westphal.  Je nach Möglichkeit und Standort soll dieser Wert aber in Zukunft noch weiter steigen. Dieser Mindestwert ist, wenn auch in den FLL-Richtlinien für Baumpflanzungen gefordert,  in vielen Kommunen leider noch Zukunftsmusik und ist deshalb vorbildlich für viele Kommunen. Auch die Baumartenwahl wird in Frankfurt zukünftig eine noch stärkere Bedeutung erhalten. Hier gilt es  insbesondere neue Stressspezialisten zu testen und über die Erfahrungswerte eine „Frankfurter Baumliste“ zu entwickeln.

Der Vortrag zeigte deutlich die Bemühungen Frankfurts den vorhandenen Baumbestand zu erhalten und das Grün in der Stadt mit einem  ambitionierten Team weiter zu entwickeln. Diese Bemühungen hat auch jüngst der Europäische Baumpflegerat ECLA anerkannt und Frankfurt zur „Europäischen Stadt der Bäume 2014“ gekürt.

Schnabel

Danach erläuterte Joachim Schnabel, Sachverständiger für Pflanzenschutz, die Neuregelung der Pflanzenschutzsachkunde nach dem Pflanzenschutzgesetz.  Diese ist am 06.07.2013 in Kraft getreten. Als Nachweis zur Erlaubnis für die  Anwendung oder den Verkauf von Pflanzenschutzmitteln, die Anleitung von nicht Sachkundigen oder die Beratung über den Pflanzenschutz  gilt seit dem ein neuer Sachkundenachweis im Scheckkartenformat. Schnabel beleuchtete dabei die Inhalte und die Besonderheiten bei der Antragstellung.

Kretschmar

Nach der Mittagspause berichtete Susanne Kretschmar, TU Dresden – Professur für Forstbotanik, von Forschungsergebnissen zur Fragestellung in wie weit Funkmasten Strahlungsschäden an Bäumen verursachen können. Im Rahmen einer Forschungsarbeit wurden hierzu fünf Standorte mit homogenen Waldflächen fünf Jahre lang untersucht. Am Ende des Projektes konnte kein Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein von Funkmasten und eventueller Baumschäden in den angrenzenden Waldbeständen nachgewiesen werden.

Pietzarka

Zum Ende des Vortragsreigens stellte Dr. Ulrich Pietzarka vom Forstbotanischen Garten Tharandt denselbigen vor und legte den Schwerpunkt seines reichbebilderten Vortrags auf die jüngste Erweiterungsfläche „Nordamerika in Tharandt“.

Gegründet wurde der Forstbotanische Garten 1811 auf zunächst 1,7 Hektar Fläche. Mit teilweise 200jährigen Bäumen zählt der Garten zu den ältesten Arboreten der Welt. Die heutige Gesamtfläche beträgt, nach der jüngsten Erweiterung 2001 fast 34 Hektar und beherbergt heute stolze 3.300 Taxa mit beispielsweise über 100 Quercus-, 86 Sorbus- und über 50 Pinus-Arten.

Im neuesten 15, 4 ha großen Parkteil „Nordamerika“ wurden ab 2003 auf einer ehemaligen landwirtschaftlichen Fläche die 42 wichtigsten Waldtypen dieses Halbkontinents nachgebildet, so dass auf dem Gelände eine „vereinfachte Vegetationskarte Noramerikas in natura“ entstand. Und so  finden sich auf dem Gelände z.B. die Rocky Mountains, die Apalachen oder die Great Plains wieder.

Alle gepflanzten Gehölze wurden aus Samen gezogen und dann ausgepflanzt.

„Nach nunmehr zehn Jahren sind die ersten Bäume sechs bis acht Meter hoch und im Herbst kann man dann bereits einen ersten Eindruck vom zukünftigen Indian Summer in Tharandt bekommen“ warb Dr. Pietzarka  für einen Besuch des Forstbotanischen Gartens.

Im Vergleich zu Europa mit „lediglich“ca. 250 Gehölzarten strotzt Nordamerika geradezu mit einer Vielfalt von etwa 1.000 Gehölzarten. „Da die Klimata in Europa und Nordamerika ähnlich sind besteht in der Flora Nordamerikas ein riesiges Potenzial für die Pflanzenverwendung in Europa“ so Dr. Pietzarka. “Insbesondere für die zukünftige Verwendung von Baumarten in den Städten Europas spielen die potentiellen Herkunftsgebiete in Nordamerika eine große Rolle.“

In den kommenden Jahren wird es im Rahmen von studentischen Abschlussarbeiten viele Untersuchungen zum Entwicklungsverhalten der einzelnen Baumarten geben. Interessant könnten diese Ergebnisse vor allem für die zukünftige Baumartenwahl in deutschen Großstädten – wie z.B. eben der Stadt Frankfurt – sein.

Bahmann

Zum Abschluss des Tages führte Martin Bahmann, Hochschule Geisenheim, vor Ort durch die wechselvolle Geschichte des mit einigen botanischen Raritäten aufwartenden Parks der Villa Monrepos.

Forschung

Nach vielen Jahren mit wechselnden Austragungsorten sollen auf Wunsch der Teilnehmer aufgrund des angenehmen Tagungsumfeldes in Zukunft die Arbeitskreise immer in Geisenheim stattfinden.

Sylvio Jäckel

14. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main

Einladung:
Datum: 07. November  2013
Ort: Hochschule Geisenheim
Von-Lade-Str. 1,  D- 65366 Geisenheim,
Hörsaal 8, Gebäude alte Phytomedizin
PROGRAMM
14. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main
am 7. November 2013
Moderation: Matthias Zorn

TOP 1    Begrüßung  Matthias Zorn, öbvSV, Usingen
Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Hochschule Geisenheim
TOP 2   Keimkraft für den Boden, Dr. agr. Mario Protzmann, Firma Maltaflor
TOP 3  Das Baummanagement der Stadt Frankfurt, Heinz-Peter Westphal, Stadt Frankfurt am Main, Grünflächenamt
TOP 4  Die Neue Pflanzenschutz-Sachkunde-VO – was ändert sich für die Praktiker Joachim Schnabel, öbvSV Pflanzenschutz, Wöllstadt
TOP 5  Strahlungsschäden an Bäumen durch Funkmasten? Susanne Kretschmer, TU Dresden, Professur für Forstbotanik
TOP 6  Der Forstbotanische Garten Tharand Dr. Ulrich Pietzarka, Forstbotanischer Garten Tharandt / Sächsisches Landesarboretum
TOP 7   Führung über den Campus der Hochschule Geisenheim
Dipl.-Ing. Martin Bahmann, Studienzentrum Hochschule Geisenheim University, Institut für Botanik

Einladung bitte hier laden:
Einladung14_AK_2013

 

13. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main

Begrüßung Thomas Bücher

13. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main in Oberursel
Am 8. November 2012 fand in Oberursel der 13. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main statt. Der AK Kommunale Baumpflege Rhein-Main ist eine Kommunikationsplattform für kommunale Bedienstete und Behördenvertreter im Rhein-Main-Gebiet, die sich in ihrer Stadt bzw. ihrer Behörde mit dem Thema Baummanagement befassen. Mit rund 80 Teilnehmern aus ca. 40 Städten und Behörden war das Treffen wieder ausgebucht.
Thomas Bücher, Fachbereichsleiter Grün des Eigenbetriebes Bau und Service der Stadt Oberursel, begrüßte die Teilnehmer des Arbeitskreises in Oberursel und verglich die GALK-Kennzahlen zum Thema Baum mit eigenen Erhebungen der letzten Jahre.
Referent Matthias Zorn

Matthias Zorn, öbvSV, Usingen, ergänzte diese Zahlen mit Durchschnittswerten aus einigen Kommunen des Arbeitskreises. Dabei wurden deutliche Unterschiede sichtbar.

In der darauf folgenden Diskussion zeigte sich, dass sich die Baumbestände in den Kommunen aufgrund ihrer teilweise sehr unterschiedlichen Altersstruktur nur schwerlich vergleichen lassen. Trotzdem will sich der Arbeitskreis mit diesem interessanten Thema weiter beschäftigen und eine Arbeitsgruppe wurde gebildet.
Referntin Frau Dr. Cornelia Perseke-Ockelmann

Im Anschluss referierte Dr. Cornelia Perseke-Ockelmann, Leiterin der Außenstelle Geisenheim der Abteilung Agrarmeteorologie des Deutschen Wetterdienstes, über
Aspekte zum Klimawandel und deren Auswirkungen aus agrarmeteorologischer Sicht.

Sie zeigte auf, dass die Klimaaufzeichnungen der letzten 100 Jahre einen Anstieg der Durchschnittstemperatur von über einem Grad aufweisen.

„Mit Ausnahme der Jahre 1996 und 2010 lagen seit dem Jahr 1989 in Deutschland alle Jahre deutlich über dem langjährigen Temperatur-Mittel,“ berichtete Perseke-Ockelmann und konnte auch für die Zukunft nur wenig Erfreuliches prognostizieren: „Projektionen für die Zukunft auf der Grundlage eines mittleren Emissionsszenarios sagen für den Zeitraum 2021 – 2050 einen Rückgang der Sommerniederschläge von 15 – 25% voraus. Für den Zeitraum 2071 – 2100 könnten es sogar über minus 40% sein!“. Sie machte deutlich, dass aufgrund der ansteigenden sommerlichen Wärmebelastung in den Städten Bäume, Parks und Grünanlagen weiter an Bedeutung gewinnen werden, gleichzeitig aber auch die Kosten für die Erhaltung der Grünbestände weiter ansteigen werden.

 

Referent Roland Jeschke

Mit dem Thema thermische Rindenschäden und Möglichkeiten zur Vermeidung derselben beschäftigte sich der folgende Referent, Roland Jeschke von der Firma Flügel GmbH, Osterode am Harz.  Klimaveränderungen, respektive das Wechselspiel einer verstärkten Sonneneinstrahlung mit Nachtfrösten im zeitigen Frühjahr, gelten auch als Hauptursache thermischer Rindenschäden an Jungbäumen. Aufgrund sehr hoher Schadensraten wird das Thema in der Fachwelt stark diskutiert. Jeschke kann mittlerweile auf einen 10 jährigen Erfahrungsschatz zurückblicken. Sehr anschaulich stellte er die Vor- und Nachteile verschiedener Stammschutzmaterialien vor und stellte die Vorzüge von Stammschutzanstrichen, wie z.B. die lange Haltbarkeit und die geringen Wartungskosten dar.

Referent Jörg Tieben

Jörg Tieben von der Firma Softplan Informatik GmbH, Wettenberg, referierte anschließend

über die GIS-basierte Verwaltung von Streuobstwiesen. Tieben erläuterte die Möglichkeiten zur Erfassung, Dokumentation und Analyse von Streuobstbeständen. Streuobstbestände sind wertvolle, kulturell geprägte Biotopstrukturen, die weiterhin durch Nutzungsaufgabe und Landfraß dezimiert werden. Insbesondere für Kommunen mit noch großen Streuobstbeständen dürfte die GIS-basierte Verwaltung der Bestände eine wertvolle Hilfe sein.

Referentin Anette Schött

 Attraktive Staudenpflanzungen für Baumstandorte und Freiflächen stellte danach Anette Schött, Landschaftsarchitektin aus Büdingen vor. Am Beispiel realisierter Projekte wie dem Keltenkreisel und diverser Staudenmischpflanzungen in Gießen, Bad Nauheim, u.a. Kommunen überzeugte sie das Fachpublikum mit der Schönheit und Vielgestaltigkeit unterschiedlicher Vegetationsbildern im Jahresrhythmus. Die Bilder belegten, dass Staudenpflanzungen nicht nur auf freier Fläche funktionieren, sondern dass auch an Baumstandorten schöne Blühaspekte erzielbar sind. Für ein gutes Gelingen stellte Schött die wichtigsten Voraussetzungen heraus: „Neben einer guten Bodenvorbereitung, der standortgerechten Pflanzenauswahl, abgestimmt in Höhe, Farbe und Blütezeit, bedarf es auch motivierter und kompetenter Mitarbeiter um einen langfristigen und nachhaltigen Erfolg zu garantieren.“

Referent Joachim Schnabel

Joachim Schnabel, öbv Sachverständiger für Pflanzenschutz aus Wöllstadt, berichtete zum Schluss wieder in gewohnt dynamischer Manier über Aktuelles aus dem Pflanzenschutz.

Unter anderem berichtete er über erhebliche Schäden im Jahr 2012 durch Feuerbrand. Ein feucht-warmer Sommer dürfte die Ausbreitung begünstigt haben. Besonders hoch waren nach Angaben Schnabels auch die Frosttrocknis-Schäden nach den beiden sehr kalten Wochen im Februar 2012.

Außerdem befürchtet Schnabel in den kommenden Jahren eine stärkere Ausbreitung der Maulbeerschildlaus: „Der Befall hat im Süden Deutschlands im letzten Jahr stark zugenommen. Ein weißer, schimmelartiger Überzug auf den Ästen weist auf den schwer zu bekämpfenden Schädling mit breitem Wirtsspektrum hin. Das Abschneiden von Ästen bleibt erste Wahl bei der Bekämpfung.“

Referent/Organisator/Reporter Sylvio Jäckel

“Kommunaler Baumfrevel – was können wir dagegen tun?” war die abschließende und viel diskutierte Fragestellung von Landschaftsarchitekt Sylvio Jäckel, Stadt Dreieich, der die Problematik anhand eines aktuellen Falles aufzeigte.

 

Der 13. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main war einmal mehr wichtiger Treffpunkt zur Wissensvermittlung und zum fachlichen Austausch untereinander und wird in den kommenden Jahren als Austauschplattform im Rhein-Main-Gebiet weiter fortgeführt werden.

AK - Teilnehmer


Wir Danken:

Baumpflege Gebr. Krämer und Sachverständigenbüro Zorn als Sponsoren,
BSO Oberursel für die reibungslose Organisation,

Restaurant Taunsblick für die hervorragende Bewirtung,

Fa. Maltaflor als Aussteller,

Fa. Flügel als Aussteller

und natürlich allen Referenten.


 

Einladung zum 13. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main

EINLADUNG zum  13. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main
Datum:                     08. November  2012
Ort:                          Taunushalle in Oberursel-Oberstedten, Landwehr 6
Gastgeber:              Stadt Oberursel / Bau und Service Oberursel’
Veranstalter:           AK Kommunale Baumpflege Rhein Main

9:00 Begrüßung
Thomas Bücher, Fachbereichsleiter Bau und Service Oberursel

Michael Weise, Erster Betriebsleiter BSO


9:15 Einige Aspekte zum Klimawandel und deren Auswirkungen aus agrarmeteorologischer Sicht

Dr. Cornelia Perseke-Ockelmann, Deutscher Wetterdienst,
Abteilung Agrarmeteorologie, Leiterin der Außenstelle Geisenheim

10:30 Thermische Rindenschäden an Bäumen und Möglichkeiten zur Vermeidung- Erfahrungen der letzten 10 Jahre
Roland Jeschke, Flügel GmbH, Osterode am Harz

11:15 GIS-basierte Verwaltung von Streuobstwiesen
Jörg Tieben, Softplan Informatik GmbH, Wettenberg


13:00 Attraktive Staudenpflanzungen für Baumstandorte und Freiflächen
Anette Schött, Landschaftsarchitektin, Büdingen

13:45 Kommunaler Baumfrevel – was können wir dagegen tun?

Sylvio Jäckel, Stadt Dreieich

14:30 Aktuelles und Diskussion:
Kosten Baum/Jahr, Infos aus der Phytopathologie DIN 18920, Ausschreibungstext, Baumpflege/Baumkontrolle Joachim Schnabel, öbvSV, Matthias Zorn, öbvSV und weitere Teilnehmer des AK Ende des Arbeitskreises gegen 15:30 Uhr




                            

12. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main

Bericht von Sylvio Jäckel

Teilnehmer 

Am 8. Dezember 2011 fand in der Hessentagsstadt Oberursel der 12. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main statt. Der AK Kommunale Baumpflege Rhein Main ist eine Kommunikationsplattform für kommunale Bedienstete und Behördenvertretern im Rhein-Main-Gebiet, die sich in ihrer Stadt bzw. ihrer Behörde mit dem Thema Baummanagement befassen.  

Mit rund 80 Teilnehmern aus ca. 40 Städten und Behörden war das Treffen wieder ausgebucht.

Thomas Bücher, Fachbereichsleiter Grün des Eigenbetriebes Bau und Service der Stadt Oberursel, begrüßte die Teilnehmer des Arbeitskreises in Oberursel.
 Thomas Bücher

Oberursel ist mit ca. 44.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Hochtaunuskreis sowie die dreizehntgrößte Stadt in Hessen, liegt nordwestlich von Frankfurt am Main und war im Sommer 2011 Ausrichterin des Hessentags.Bücher erläuterte die Struktur des Eigenbetriebes BSO der Stadt Oberursel und gab einen Überblick über das Baummanagement in der Stadt. Im Baumkataster der Stadt, das im Jahr 2009 erstellt wurde, befinden sich ca. 10.000 Bäume. Die Altersstruktur des Baumbestandes weist mit nur 600 Jungbäumen einen relativ geringen Anteil an Jungbäumen aus. Einfachere Baumpflegearbeiten werden in Eigenregie, schwierigere Baumpflegearbeiten durch Fremdvergabe erledigt.
Bücher regte in seinem Vortrag an, den biologischen und monetären Wert von Bäumen stärker in das Bewusstsein der Bürger zu transportieren und verursachte Schäden an Bäumen konsequent durch Schadensermittlungen zu ahnden.

Dr. Markus Dietz, Inhaber des Instituts für Tierökologie und Naturbildung, referierte anschließend über Höhlenbäume im urbanen Raum und die artenschutzrechtliche Bedeutung dieses Lebensraumes.
Dr. Markus Dietz

Höhlenbäume beherbergen eine Vielzahl von Tieren wie Fledermäuse, Vögel (v.a. Spechte, Kleiber, Abendsegler, Meisen und Stare), Bilche, Haselmäuse, aber auch verschiedenste Käfer und Insekten.

Nach einem Überblick zum rechtlich verankerten Schutz von in Baumhöhlen lebenden Tieren im Artenschutzgesetz sowie im Bundesnaturschutzgesetz berichtete er von Ergebnissen einer Kartierung von Höhlenbäumen in der Stadt Frankfurt. Die kartierten Höhlenbäume werden besonders gekennzeichnet und die Mitarbeiter entsprechend geschult. Die Öffentlichkeit wird durch Vorträge und Führungen sensibilisiert.

Zur Zeit wird an der Erstellung eines FLL-Praxisleitfadens für Höhlenbäume gearbeitet. Darin sollen Infos zum Lebensraum Baumhöhle, zu Erkennungsmerkmalen, zur aktuellen rechtlichen Situation und zur Vorgehensweise der Sicherung artenschutzrechtlicher Belange enthalten sein. Der Leitfaden soll im Sommer 2012 erscheinen.

„Bauen im Bereich von Bäumen“ war im Anschluss daran das Thema von Matthias Zorn, öbv Baumsachverständiger aus Usingen/Taunus: „Zunächst muss geklärt werden, ob ein Erhalt eines Baumes überhaupt Sinn macht. Wenn dem so ist, muss ein konsequenter Schutz erfolgen. Nur dann hat ein Baum in einer Baustelle reelle Chancen zu Überleben.“

Zorn erläuterte die einschlägigen Normen zum Schutz von Bäumen  RAS LG 4 sowie die DIN 18920 und formulierte Anforderungen an eine Baustelleneinrichtung. Hierbei betonte er die Notwendigkeit von festen Schutzzäunen, „die im Gegensatz zu mobilen Schutzzäunen auch dort stehen bleiben, wo sie stehen sollen und nicht täglich woanders.“

Zur Standardisierung in der Vorgehensweise empfahl er die Verwendung einer Checkliste, damit in der Abwicklung nichts vergessen wird und dem Zufall überlassen bleibt. Ein Beispiel einer solchen Checkliste stellte er dabei vor.

Danach berichtete Landschaftsarchitekt Sylvio Jäckel, Stadt Dreieich, über positive und negative Erfahrungen bei der als Bürgerprojekt angelegten Realisierung von zwei Eichenalleen im Dreieicher Stadtteil Götzenhain (Bericht in Baumzeitung 03/2010).

Sylvio Jäckel

Sein Fazit: „Je besser die Werbung für ein Projekt, desto wahrscheinlicher ist auch der Erfolg.“ Und: „Wenn sich der Erfolg  einstellt, darf und sollte man auch darüber berichten, nicht zuletzt um anderen Mut zu machen ein Bürgerprojekt zu unterstützen oder gar zu initiieren – auch wenn es viel Arbeit macht!“

Nach der Mittagspause referierte Joachim Schnabel, öbv Sachverständiger für Pflanzenschutz aus Wöllstadt,
Joachim Schnabel
über den Asiatischen Laubholzbockkäfer und den Zitrusbockkäfer. Er beleuchtete die Lebensweisen und –zyklen der Käfer sowie die aktuelle Befallslage und Bekämpfungsmöglichkeiten. Schnabel: „Zur Zeit sind in Hessen keine Befallsgebiete bekannt. Dennoch erwartet das Julius-Kühn-Institut, Braunschweig, in den nächsten Jahren eine Etablierung der Käfer in Deutschland.“

Für die Befallssituation von weiteren pflanzenschädigenden Krankheiten und Käfern konnte er im Jahr 2011 im Rhein-Main-Gebiet kein Rückgang erkennen: „Trotz eines regenreichen Sommers war die Befallsrate relativ hoch.“ so Schnabel.

B.Sc. Markus Neu  von der Firma Gebrüder Krämer, Frankfurt,
Markus Neu

berichtete anschließend über die Auswirkungen von Kroneneinkürzungen auf Massaria. Zunächst erläuterte Neu ausführlich die Auswirkungen eines Massaria-Befalls auf Platanen und deren Risiko. Danach widmete er sich der Frage, ob Kroneneinkürzungen Kosten in der Pflege von mit dem Massaria-Erreger befallenen Platanen einsparen können und beantwortete diese positiv anhand eines Praxisbeispiels aus Frankfurt. Die Ergebnisse und Rückschlüsse wurden im Forum diskutiert.

Zum Ende der Veranstaltung erläuterte Dipl.Ing. Peter König von der Firma VulkaTec und Mitglied des FLL-Regelwerkausschusses „Baumstandorte / Standortsanierung“ die Pflanzgrubenbauweisen 1 und 2 der der FLL- Empfehlungen für Baumpflanzungen und gab anschauliche Beispiele aus der Praxis.
Peter König

König machte deutlich wie wichtig sowohl eine ausreichend große Pflanzgrube für den Baum als auch das verwendete Pflanzsubstrat ist.

Der 12. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main war wieder einmal sehr informativ und regte zum fachlichen Austausch, auch in den Pausen, an. Termin und Standort für das nächste Arbeitskreis-Treffen stehen noch nicht fest. 

Sylvio Jäckel

Einladung zum 12. “Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main”

Einladung zum 12. “Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main”

Datum:          08. Dezember 2011

Gastgeber:  Stadt Oberursel Hessenstadt 2011 Bau und Service, Eigenbetrieb der Stadt Oberursel, Oberurseler Straße 54, 61440 Oberursel (Taunus)

Veranstaltungsort:  Taunushalle in Oberstedten, Landwehr 6

Veranstalter:           AK Kommunale Grünpflege Rhein Main                                                        
info@arbeitskreis-kommunale-baumpflege-rhein-main.de

Organisation:      
Thomas Bücher (Stadt Oberursel) Tel.: 06171-704 466
                                   Sylvio Jäckel (Stadt Dreieich) Tel.: 06103-601 457
                                   Matthias Zorn (Büro Zorn) Tel.: 06081-2643

Moderation:         Matthias Zorn (ö.b.v.SV) Gartenbau Sachverständigenbüro Zorn

Sponsoren:          Baumpflege Gebr. Krämer, SV Büro Zorn

TOP:1
9:00 – 9:30 Uhr Begrüßung

Michael Weise Erster Betriebsleiter BSO

Thomas Bücher  Fachbereichsleiter BSO

TOP:2
9:30 – 10:00 Uhr Aktuelles

Höhlenbäume im urbanen Raum und die artenschutzrechtliche Bedeutung dieses Lebensraumes
Herr Dr. Markus Dietz Institut für Tierökologie und Naturbildung
Um dem verborgenen Leben in alten Baumhöhlen auf die Spur zu kommen, führt das Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main zurzeit ein Projekt durch, bei dem in den Parks und Friedhöfen Frankfurts nach alten Bäumen mit Baumhöhlen gesucht wird.


[10:00-10:30 Kaffeepause]

TOP: 3
10:30 – 11:30
“Bauen im Baumbereich” DIN 18920
Dipl.-Ing. Matthias Zorn ö.b.v.SV – Gartenbau Sachverständigenbüro Zorn
Anforderungen für eine fachgerechte Baustelleneinrichtung. Überwachung der Baustelle. Sicherung der Wasserversorgung. DIN 18920 und RAS LG4.
Praxisbeispiele und Vorstellung einer beispielhaften Dienstanweisung.

TOP 4: 11:30 – 12:00
“Erfahrungen beim Bürgerprojekt “Neuanlage einer Eichenallee” in Dreieich-Götzenhain“-mit Diskussion bis zur Mittagspause-
Dipl.-Ing. Sylvio Jäckel Stadt Dreieich

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Bericht vom 11. AK Kommunale Baumpflege Rhein Main

Bericht vom 11. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main am 30.09.2010 in Bad Nauheim

Am 30. September 2010 fand in der Landesgartenschaustadt Bad Nauheim der 11. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main statt. Der AK Kommunale Baumpflege Rhein Main ist eine Kommunikationsplattform für kommunale Bedienstete im Großraum Rhein-Main, die in ihrer Stadt das Baummanagement organisieren. Mit 50 Teilnehmern war das Treffen, wie bereits in den Vorjahren, wieder ausgebucht.
img_0035_exposure.jpgBürgermeister Bernd Witzel begrüßte die Teilnehmer in Bad Nauheim. Die Kurstadt mit 31.000 Einwohnern liegt im Herzen des Wetteraukreises und ihre Bedeutung als Kurstadt ist in den Solequellen begründet. Ihre Nutzung lässt sich bis in das 5. vorchristliche Jahrhundert zurückverfolgen. Heute machen Bad Nauheim neue, ganzheitliche Untersuchungsmethoden und Angebote der Prävention in 14 Kliniken weit über Hessen hinaus bekannt.Witzel betonte, dass das Öffentliche Grün ein sensibler und sehr öffentlichkeitswirksamer Bereich sei. Er selbst habe als Bürgermeister über Jahre erfahren, „ dass jeder, der zu Hause zwei vertrocknete Geranien vor der Türe stehen hat plötzlich Fachmann ist“, wenn es um Bäume in der Stadt gehe. „Jeder will mitreden, das macht die fachliche Arbeit manchmal sehr schwierig.“ Entsprechend wichtig sei ein gutes Fachwissen der Mitarbeiter und der Austausch der Kommunen untereinander, der sicher noch intensiviert werden könnte. Bei der Frage, ob er die Landesgartenschau, wenn er es mit den gemachten Erfahrungen noch einmal zu entscheiden hätte, wieder bejahen würde, ließ er keinen Zweifel aufkommen: „Auf jeden Fall!“ würde er sich wieder dafür einsetzen.
Hans-Martin Hermann, Fachdienstleiter Grünflächen der Stadt Bad Nauheim und Frank Ludwig, Fachdienstleiter der Kur- und Servicebetriebe Bad Nauheim stellten im Anschluss kurz ihre Aufgabengebiete vor. Die 31 000 Einwohner- Stadt hat mit 60 ha Park- und Grünflächen und 11.500 kartierten Bäumen einen verhältnismäßig hohen Bestand an Grünflächen und Bäumen. In der Pflege befinden sich neben öffentlichen Grünflächen und dem Kurpark auch Objekt- und Straßenbegleitgrün, Sportplätze, 13 Kindertagesstätten und 28 Kinderspielplätze.Anschließend berichtete Baumsachverständiger Matthias Zorn aus Usingen/Taunus über Aktuelles aus der Baumkontrolle. Zunächst propagierte er das Modell der optimierten Kronenformen. Er zeigte auf, dass an Bäumen mit aus der Krone heraus ragenden Kronenteilen grundsätzlich Probleme vorprogrammiert sind. Als Lösung schlug er vor, Asteinkürzungen rechtzeitig vorzunehmen. Weiterhin berichtete er über steigende Jahreszuwachsraten von Fäulepilzen in Bäumen im Rhein Main – Gebiet. Invasive Untersuchungen an Bäumen haben gezeigt, dass in den letzten Jahren Zuwächse von zwei bis drei Zentimeter pro Jahr zu verzeichnen waren. „Vor einigen Jahren waren das im Mittel nur zirka ein Zentimeter pro Jahr“ konstatierte Zorn. Über Ursachen könne indes bisher nur spekuliert werden.Ein weiteres Thema war der Fremdbewuchs an Bäumen. Und hier im Besonderen der Efeu. Der Efeu schädige zwar den Baum nicht direkt, trotzdem könne er einen Baum als Licht- und Nahrungskonkurrent auf Dauer schwächen. So zum Beispiel in extremen Hitzephasen. „Da können dann schon mal ein paar Liter Wasser durch den dicken Efeustamm durchlaufen, das dem Baum dann einfach fehlt.“ so Zorn. Außerdem verwies er auf das Problem der Baumkontrolle: „Ein vollständig mit Efeu bewachsener Stammanlauf kann nicht kontrolliert werden. Es ist keine Aussage möglich.img_0038_exposure.JPGDanach referierte Joachim Schnabel, Sachverständiger für Pflanzenschutz, über aktuelle Entwicklungen aus dem Gebiet des Pflanzenschutzes. Zunächst berichtete er über Neues bei der Roßkastanienminiermotte. Diese habe in diesem Jahr in Freiburg zum ersten Mal eine dritte Generation ausgebildet. Ornithologen beobachten eine Nahrungsumstellung vor allem bei Kohl- und Blaumeisen sowie bei Rotkehlchen in den Städten. Nach Schätzungen würden bis zu 500 Larven am Tag von einem Vogel verzehrt. Der Eichenprozessionsspinner ist weiter auf dem Vormarsch. In Hessen sind ausschließlich Bacillus thuringiensis- und Neem- Präparate zugelassen. „In Bayern darf leider auch Dimilin eingesetzt werden“, erläuterte Schnabel, und verwies auf die breite Palette der Nebenwirkungen von Dimilin.Weiterhin berichtete er von sich neu etablierenden Schadinsekten, allen voran die aus Amerika eingewanderte Kirschfruchtfliege und die Walnussfruchtfliege, die so manchem Kleingärtner den Sommer verdorben hätten. Mit ihnen ist leider auch in den kommenden Jahren verstärkt zu rechnen.Die Extremwetterperioden im Sommer 2010 haben, so Schnabel, auch Schädlingspopulationen begünstigt: So habe die extreme Hitzeperiode beispielsweise für eine starke Eichensplintkäferpopulation gesorgt und der überaus nasse August habe einen starken Befall durch Welkepilze wie den falschen Mehltau,Verticillium,Monilia oder auch Blattschorf verursacht.
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Klaus Körber von der Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau, Veitshöchheim (LVG), knüpfte in seinem Referat an die Problematik der Klimaveränderungen an und machte sich Gedanken zur Baumartenverwendung in der Stadt in Zeiten des Klimawandels. Körber führte aus, dass der Klimawandel dazu führt, dass einige bislang gängige Stadtbaumarten zunehmend von Krankheiten und Schädlingen befallen werden und deshalb keine Verwendung mehr finden werden.
In diesem Zusammenhang berichtete er vom gestarteten Projekt „Stadtgrün 2021“ der LVG (siehe Bericht in Baumzeitung 2/2010) und stellte einige vielversprechenden Arten vor.Abschließend betonte Körber noch einmal die Schnelllebigkeit unserer Zeit im Bereich der Baumartenwahl: „Alle gemachten Aussagen gelten nur für den heutigen Tag. Bereits Morgen kann schon wieder ein neuer Erreger auftauchen, der in Windeseile eine Baumart dahinrafft und neue Lösungen verlangt.

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Landschaftsarchitekt Sylvio Jäckel, Obernburg / Stadt Dreieich, beendete schließlich den Vortragsreigen mit einem Referat zum Thema „Schäden durch Bäume – Wann zahlt die Kommunalversicherung?“. Jäckel zeigte anhand von Fällen aus der Praxis auf, welche Schäden durch Bäume entstehen können und in welchen Fällen die Kommunalversicherung haftet.Die Veranstaltung schloss mit einem Besuch der Landesgartenschau Bad Nauheim (LaGa) unter Führung des LaGa-Geschäftsführersimg_0061_exposure.JPGHartmut Kind. Kind zeigte sich ob der Tatsache, dass zwei Wochen vor Beendigung der Schau die 500.000 ste Besucherin begrüßt werden konnte zufrieden und erleichtert. Damit wurde das anvisierte Ziel erreicht (Anm.: Die LaGa zählte am Ende 521.511 Besucher). Er berichtete von planerischen und organisatorischen Schwierigkeiten vor und während der Schau. So konnte beispielsweise das große Ponton am See aufgrund langwieriger Genehmigungsverfahren erst einen Tag vor Beginn der Schau fertig gestellt werden. Ein Sturmtief hatte außerdem im Frühjahr 25 Großbäume im Goldsteinpark „gefällt“. Kind unterstrich dabei, wie wichtig eine schnelle und gute Zusammenarbeit zwischen Betreibergesellschaft und Stadt ist.

Der 11. AK Kommunale Baumpflege Rhein Main wartete wieder mit spannenden und aktuellen Referaten zum Thema Baummanagement auf und auch die Pausen wurden zum Austausch gut genutzt. Die große Nachfrage am Arbeitskreis zeigt auf, dass das Baummanagement in den Städten eine wichtige Rolle spielt und ein fachlicher Austausch notwendig und gewünscht ist. Trotz der hohen Nachfrage hat sich der Arbeitskreis darauf verständigt, den Teilnehmerkreis nicht weiter zu erhöhen und auch in den kommenden Jahren die Obergrenze bei 50 Teilnehmern zu belassen, um einen Austausch noch zu ermöglichen.Für den Arbeitskreis 2011 haben sich die Städte Bensheim und Rodgau beworben.

Sylvio Jäckel

ak-grun-2010-8.jpg Foto: Sylvio Jäckel

11. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main 30.09.2010

Datum:                     30. September 2010
Gastgeber:              Stadt Bad Nauheim, Fachbereich 2 Stadtentwicklung 
                                    und Fachbereich 6 Kur- und Servicebetriebe

Tagungsort:            Kurbetrieb Bad Nauheim, Hohe Straße 19,
                                    61231 Bad Nauheim
           
Veranstalter:           AK Kommunale Baumpflege Rhein Main
                                    
info@arbeitskreis-kommunale-baumpflege-rhein-main.de

Organisation:         
Sylvio Jäckel (Stadt Dreieich) Tel.: 06103-601457
                                   Peter Heumüller  (Stadt Bad Nauheim)
                                   Tel.: 06032-343259
                                   Frank Ludwig (Stadt Bad Nauheim, Kur- 
                                   und Servicebetrieb )
                                   Tel.:  06032- 928121
                                  

Moderation:             Matthias Zorn (ö.b.v.SV) Gartenbau
                                    Sachverständigenbüro Zorn

TOP 1
9:00 – 9:20 Uhr Begrüßung

Herr Frank Müller-Fachbereichsleiter Kur- und Servicebetriebe Stadt Bad Nauheim
Herr Frank Ludwig-Fachdienstleiter Kur- und Servicebetriebe Stadt Bad Nauheim
Herr Nas-Martin
 Herrmann  Fachdienstleiter Fachbereich Grünflächen Stadt Bad Nauheim

TOP 2
9:20 – 9:40 Uhr Aktuelles aus der Baumkontrolle und Baumpflege
 (Team Zorn)

TOP 3
9:40 – 10:00 Uhr Aktuelles aus dem Pflanzenschutz
ö.b.v.SV Dipl.-Ing Joachim Schnabel
TOP 4
10:30 – 11:00
Versicherungsfälle durch Baumversagen. Wann zahlt die Kommunalversicherung?
Sylvio Jäckel, Stadt Dreieich

TOP 5
11:00 – 12:00
Zur Auswahl von Baumarten unter dem Aspekt des Klimawandels Dr. Susanne Böll / Dr. Philipp Schönfeld, Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG), Veitshöchheim

TOP 6 
13:00 – 16:00

Führung durch die Landesgartenschau 2010 Stadt Bad Nauheim (Hartmut Kind, Geschäftsführer der Landesgartenschau)


 

Einladung zum Download

10. Arbeitskreis am 7. Oktober 2009 Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main

10. Arbeitskreis Begrüßung durch Jesuiten Pater Wendelin KösterPater Wendelin Köster hat in seiner Begrüßung eine Bogen von der Theologie zur Baumpflege gespannt.
Dipl.-Ing. Markus Auburger referiert über die Kontrolle waldartiger BaumbeständeDipl.-Ing. Markus Auburger referiert über die Kontrolle waldartiger Baumbestände
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Dipl.-Ing. Markus Langer (Büro Zorn) referiert über Erfahrungen zu Dringlichkeitsstufen für Baumpflege- und SanierungsmaßnahmenDipl.-Ing. Markus Langer (Büro Zorn) referiert über Erfahrungen zu Dringlichkeitsstufen für Baumpflege- und Sanierungsmaßnahmen
 Ass. Jur. Ralf Mandernach (GVV) referiert über die Verkehrsicherungspflicht bei kommunalen BaumbeständenAss. Jur. Ralf Mandernach (GVV) referiert über die Verkehrsicherungspflicht bei kommunalen Baumbeständen
ö.b.v.SV. Dipl.-Ing. Joachim Schnabel referiert über den aktuellen Stand “Krankheiten bei kommunalen Baumbeständen und Bekämpfungsmöglichkeiten”ö.b.v.SV. Dipl.-Ing. Joachim Schnabel referiert über den aktuellen Stand “Krankheiten bei kommunalen Baumbeständen und Bekämpfungsmöglichkeiten”