Programm für die 19ten Baumpflegetagung in Geisenheim am 20. September 2018

Die kommunale Baumpflegetagung ist eine Fachtagung, die der „Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main“ zusammen mit der Hochschule Geisenheim organisiert.
Das Schwerpunktthema der diesjährigen Tagung lautet:
„Regelwerke und Recht in der Baumpflege“.
Der praktische Teil beinhaltet eine Vorführung des Vermeer Miniladers des Unternehmens „Markus Krämer/Baumpflege GbR“ in unserem Hochschulpark.

Die Fachtagung richtet sich an alle interessierten Personen, die im kommunalen Kontext mit der Baumpflege befasst sind.
Dies sind neben verantwortlichen in Ämtern und Behörden auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Planungs- und Sachverständigenbüros sowie der Landschaftspflege.

Termin: 20. Sep 2018 von 09:00h bis 15:30 Uhr
Kosten: 75,00€ inkl. Mittagessen und Tagungsgetränke
Veranstaltungsort: Hochschule Geisenheim University, Von Lade-Str. 1, 65366 Geisenheim

Mitglieder der Architekten Kammer Hessen erhalten für die Teilnahme 7 Fortbildungspunkte.

Nähere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem beigefügten Programm:
Baumpflegetagung-20-09-18

Zur Anmeldung:
https://veranstaltungen.hs-geisenheim.de/event/142/show/

 

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Programm für die 18. Baumpflegetagung Rhein Main

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Baumpflegetagung 2017 Programm Bericht von Sylvio Jäckel zum 18. Baumpflegetag: 16_17_Jaeckel_Baumtagung

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Programm für den 17. Baumpflegetag Rhein Main

Baumpflegetagung 2016 Programm

Bericht der Tagung von Sylvio Jäckel in der Baumzeitung. Download: 12_13_Jaeckel_Baumtagung

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Programm für die 16. Kommunalen Baumpflegetagung Rhein Main am 3. Dezember 2015

Hier zum Bericht aus der Baumzeitung Baumzeitung2016_Baumtag

Hier zum Programm – Download: Baumpflegetagung 2015

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15. Kommunale Baumpflegetagung Rhein-Main am 4.12.2014

15. Kommunale Baumpflegetagung Rhein-Main am 4.12.2014

Ein voller Erfolg. Danke an alle Teilnehmer und Organisatoren!

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15. Kommunale Baumpflegetagung Rhein Main

Der 15. Kommunale Baumpflegetagung Rhein Main findet am 4. Dezember 2014 in Zusammenarbeit mit Hochschule Geisenheim University am Institut für Weiterbildung statt.
Die Einladung mit den Themen wird im August veröffentlicht.

 

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Bericht vom 14. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main

Am 7. November 2013 fand in der Hochschulstadt Geisenheim der 14. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main statt. Der AK Kommunale Baumpflege Rhein-Main ist eine Kommunikationsplattform für kommunale Bedienstete im Großraum Rhein-Main, die in ihrer Stadt das Baummanagement organisieren. Mit fast 60 Teilnehmern war das Treffen, wie bereits in den Vorjahren, wieder ausgebucht. Durchs Programm führte öbvSV Matthias Zorn, Usingen.
Der Präsident der Hochschule Geisenheim, Professor Hans Reiner Schultz, begrüßte die Teilnehmer am Campus Geisenheim und stellte den noch relativ neuen Zuschnitt der Universität vor. Die Hochschule Geisenheim ist eine staatliche Hochschule des Landes Hessen und wurde zum 1. Januar 2013 als Hochschule neuen Typs, der eine Aufhebung der bisherigen strikten Trennung von Hoch- und Fachhochschulen bedeutet, gegründet. Vorgängereinrichtungen waren der Fachbereich Geisenheim der Hochschule RheinMain und die Forschungsanstalt Geisenheim, die zur neuen Hochschule Geisenheim zusammengefasst wurden. Diese hat aktuell etwa 1200 Studierende  in fünf Bachelor- und sechs Masterstudiengängen. Neben Weinbau und Getränketechnologie können hier auch Gartenbau und Landschaftsarchitektur studiert werden.

Maltaflor
Zunächst referierte Dr. agr. Mario Protzmann über „Keimkraft für den Boden“. Er zeigte auf, dass den heute oft verwendeten Substraten zur Baumpflanzung wichtige Nährstoffe fehlen und stellte die Vorteile einer pflanzlichen Düngung mit Malzkeimen in den Vordergrund seines Vortrages. Anhand anschaulicher Beispiele ungedüngter und gedüngter Pflanzen verdeutlichte er die Vorteile. „Insbesondere in Kombination mit Mykorrhiza ist eine weitere Steigerung der Vitalität und Überlebensfähigkeit von Pflanzen möglich“, so Protzmann.

Westphal

Anschließend berichtete Heinz-Peter Westphal , Stadt Frankfurt, über das Baummanagement der Stadt Frankfurt.  Die Stadt Frankfurt mit knapp 700.000 Einwohnern erstreckt sich über eine Fläche von 248 qkm und besitzt 1.339 ha Grünflächen, die vom Grünflächenamt verwaltet werden. Dort arbeiten aktuell  689 Mitarbeiter, davon 209 im administrativen und 480 im manuellen Bereich. Die Ersterfassung des Baumbestandes ist noch nicht vollumfänglich abgeschlossen und dennoch befinden sich bereits ca. 220.000 Bäume im Baumkataster der Stadt.  Das elektronische Baumkataster wurde 2006 eingeführt und seit 2011 gibt es eine Dienstanweisung zur Baumkontrolle.

Die Hauptbaumarten in Frankfurt sind Ahorn mit ca. 26% des kartierten Baumbestandes, gefolgt von Eiche (11%), Hainbuche (10%) und (Linde 7%).

Als Problembaum hat sich in Frankfurt in den letzten Jahren die Robinie herauskristallisiert. Mit einer Bearbeitungsquote von ca. 22% pro Jahr liegt sie deutlich über anderen Baumarten. Die Vergleichskennzahl anderer Baumarten liegt ungefähr bei der Hälfte.

Große Beachtung wird in Frankfurt dem durchwurzelbaren Raum bei Neuanpflanzungen beigemessen. „Eine Baumgrube mit 12 cbm Wurzelraum ist bei uns Standard“ so Westphal.  Je nach Möglichkeit und Standort soll dieser Wert aber in Zukunft noch weiter steigen. Dieser Mindestwert ist, wenn auch in den FLL-Richtlinien für Baumpflanzungen gefordert,  in vielen Kommunen leider noch Zukunftsmusik und ist deshalb vorbildlich für viele Kommunen. Auch die Baumartenwahl wird in Frankfurt zukünftig eine noch stärkere Bedeutung erhalten. Hier gilt es  insbesondere neue Stressspezialisten zu testen und über die Erfahrungswerte eine „Frankfurter Baumliste“ zu entwickeln.

Der Vortrag zeigte deutlich die Bemühungen Frankfurts den vorhandenen Baumbestand zu erhalten und das Grün in der Stadt mit einem  ambitionierten Team weiter zu entwickeln. Diese Bemühungen hat auch jüngst der Europäische Baumpflegerat ECLA anerkannt und Frankfurt zur „Europäischen Stadt der Bäume 2014“ gekürt.

Schnabel

Danach erläuterte Joachim Schnabel, Sachverständiger für Pflanzenschutz, die Neuregelung der Pflanzenschutzsachkunde nach dem Pflanzenschutzgesetz.  Diese ist am 06.07.2013 in Kraft getreten. Als Nachweis zur Erlaubnis für die  Anwendung oder den Verkauf von Pflanzenschutzmitteln, die Anleitung von nicht Sachkundigen oder die Beratung über den Pflanzenschutz  gilt seit dem ein neuer Sachkundenachweis im Scheckkartenformat. Schnabel beleuchtete dabei die Inhalte und die Besonderheiten bei der Antragstellung.

Kretschmar

Nach der Mittagspause berichtete Susanne Kretschmar, TU Dresden – Professur für Forstbotanik, von Forschungsergebnissen zur Fragestellung in wie weit Funkmasten Strahlungsschäden an Bäumen verursachen können. Im Rahmen einer Forschungsarbeit wurden hierzu fünf Standorte mit homogenen Waldflächen fünf Jahre lang untersucht. Am Ende des Projektes konnte kein Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein von Funkmasten und eventueller Baumschäden in den angrenzenden Waldbeständen nachgewiesen werden.

Pietzarka

Zum Ende des Vortragsreigens stellte Dr. Ulrich Pietzarka vom Forstbotanischen Garten Tharandt denselbigen vor und legte den Schwerpunkt seines reichbebilderten Vortrags auf die jüngste Erweiterungsfläche „Nordamerika in Tharandt“.

Gegründet wurde der Forstbotanische Garten 1811 auf zunächst 1,7 Hektar Fläche. Mit teilweise 200jährigen Bäumen zählt der Garten zu den ältesten Arboreten der Welt. Die heutige Gesamtfläche beträgt, nach der jüngsten Erweiterung 2001 fast 34 Hektar und beherbergt heute stolze 3.300 Taxa mit beispielsweise über 100 Quercus-, 86 Sorbus- und über 50 Pinus-Arten.

Im neuesten 15, 4 ha großen Parkteil „Nordamerika“ wurden ab 2003 auf einer ehemaligen landwirtschaftlichen Fläche die 42 wichtigsten Waldtypen dieses Halbkontinents nachgebildet, so dass auf dem Gelände eine „vereinfachte Vegetationskarte Noramerikas in natura“ entstand. Und so  finden sich auf dem Gelände z.B. die Rocky Mountains, die Apalachen oder die Great Plains wieder.

Alle gepflanzten Gehölze wurden aus Samen gezogen und dann ausgepflanzt.

„Nach nunmehr zehn Jahren sind die ersten Bäume sechs bis acht Meter hoch und im Herbst kann man dann bereits einen ersten Eindruck vom zukünftigen Indian Summer in Tharandt bekommen“ warb Dr. Pietzarka  für einen Besuch des Forstbotanischen Gartens.

Im Vergleich zu Europa mit „lediglich“ca. 250 Gehölzarten strotzt Nordamerika geradezu mit einer Vielfalt von etwa 1.000 Gehölzarten. „Da die Klimata in Europa und Nordamerika ähnlich sind besteht in der Flora Nordamerikas ein riesiges Potenzial für die Pflanzenverwendung in Europa“ so Dr. Pietzarka. “Insbesondere für die zukünftige Verwendung von Baumarten in den Städten Europas spielen die potentiellen Herkunftsgebiete in Nordamerika eine große Rolle.“

In den kommenden Jahren wird es im Rahmen von studentischen Abschlussarbeiten viele Untersuchungen zum Entwicklungsverhalten der einzelnen Baumarten geben. Interessant könnten diese Ergebnisse vor allem für die zukünftige Baumartenwahl in deutschen Großstädten – wie z.B. eben der Stadt Frankfurt – sein.

Bahmann

Zum Abschluss des Tages führte Martin Bahmann, Hochschule Geisenheim, vor Ort durch die wechselvolle Geschichte des mit einigen botanischen Raritäten aufwartenden Parks der Villa Monrepos.

Forschung

Nach vielen Jahren mit wechselnden Austragungsorten sollen auf Wunsch der Teilnehmer aufgrund des angenehmen Tagungsumfeldes in Zukunft die Arbeitskreise immer in Geisenheim stattfinden.

Sylvio Jäckel

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14. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main

Einladung:
Datum: 07. November  2013
Ort: Hochschule Geisenheim
Von-Lade-Str. 1,  D- 65366 Geisenheim,
Hörsaal 8, Gebäude alte Phytomedizin
PROGRAMM
14. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main
am 7. November 2013
Moderation: Matthias Zorn

TOP 1    Begrüßung  Matthias Zorn, öbvSV, Usingen
Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Hochschule Geisenheim
TOP 2   Keimkraft für den Boden, Dr. agr. Mario Protzmann, Firma Maltaflor
TOP 3  Das Baummanagement der Stadt Frankfurt, Heinz-Peter Westphal, Stadt Frankfurt am Main, Grünflächenamt
TOP 4  Die Neue Pflanzenschutz-Sachkunde-VO – was ändert sich für die Praktiker Joachim Schnabel, öbvSV Pflanzenschutz, Wöllstadt
TOP 5  Strahlungsschäden an Bäumen durch Funkmasten? Susanne Kretschmer, TU Dresden, Professur für Forstbotanik
TOP 6  Der Forstbotanische Garten Tharand Dr. Ulrich Pietzarka, Forstbotanischer Garten Tharandt / Sächsisches Landesarboretum
TOP 7   Führung über den Campus der Hochschule Geisenheim
Dipl.-Ing. Martin Bahmann, Studienzentrum Hochschule Geisenheim University, Institut für Botanik

Einladung bitte hier laden:
Einladung14_AK_2013

 

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13. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main

Begrüßung Thomas Bücher

13. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main in Oberursel
Am 8. November 2012 fand in Oberursel der 13. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main statt. Der AK Kommunale Baumpflege Rhein-Main ist eine Kommunikationsplattform für kommunale Bedienstete und Behördenvertreter im Rhein-Main-Gebiet, die sich in ihrer Stadt bzw. ihrer Behörde mit dem Thema Baummanagement befassen. Mit rund 80 Teilnehmern aus ca. 40 Städten und Behörden war das Treffen wieder ausgebucht.
Thomas Bücher, Fachbereichsleiter Grün des Eigenbetriebes Bau und Service der Stadt Oberursel, begrüßte die Teilnehmer des Arbeitskreises in Oberursel und verglich die GALK-Kennzahlen zum Thema Baum mit eigenen Erhebungen der letzten Jahre.
Referent Matthias Zorn

Matthias Zorn, öbvSV, Usingen, ergänzte diese Zahlen mit Durchschnittswerten aus einigen Kommunen des Arbeitskreises. Dabei wurden deutliche Unterschiede sichtbar.

In der darauf folgenden Diskussion zeigte sich, dass sich die Baumbestände in den Kommunen aufgrund ihrer teilweise sehr unterschiedlichen Altersstruktur nur schwerlich vergleichen lassen. Trotzdem will sich der Arbeitskreis mit diesem interessanten Thema weiter beschäftigen und eine Arbeitsgruppe wurde gebildet.
Referntin Frau Dr. Cornelia Perseke-Ockelmann

Im Anschluss referierte Dr. Cornelia Perseke-Ockelmann, Leiterin der Außenstelle Geisenheim der Abteilung Agrarmeteorologie des Deutschen Wetterdienstes, über
Aspekte zum Klimawandel und deren Auswirkungen aus agrarmeteorologischer Sicht.

Sie zeigte auf, dass die Klimaaufzeichnungen der letzten 100 Jahre einen Anstieg der Durchschnittstemperatur von über einem Grad aufweisen.

„Mit Ausnahme der Jahre 1996 und 2010 lagen seit dem Jahr 1989 in Deutschland alle Jahre deutlich über dem langjährigen Temperatur-Mittel,“ berichtete Perseke-Ockelmann und konnte auch für die Zukunft nur wenig Erfreuliches prognostizieren: „Projektionen für die Zukunft auf der Grundlage eines mittleren Emissionsszenarios sagen für den Zeitraum 2021 – 2050 einen Rückgang der Sommerniederschläge von 15 – 25% voraus. Für den Zeitraum 2071 – 2100 könnten es sogar über minus 40% sein!“. Sie machte deutlich, dass aufgrund der ansteigenden sommerlichen Wärmebelastung in den Städten Bäume, Parks und Grünanlagen weiter an Bedeutung gewinnen werden, gleichzeitig aber auch die Kosten für die Erhaltung der Grünbestände weiter ansteigen werden.

 

Referent Roland Jeschke

Mit dem Thema thermische Rindenschäden und Möglichkeiten zur Vermeidung derselben beschäftigte sich der folgende Referent, Roland Jeschke von der Firma Flügel GmbH, Osterode am Harz.  Klimaveränderungen, respektive das Wechselspiel einer verstärkten Sonneneinstrahlung mit Nachtfrösten im zeitigen Frühjahr, gelten auch als Hauptursache thermischer Rindenschäden an Jungbäumen. Aufgrund sehr hoher Schadensraten wird das Thema in der Fachwelt stark diskutiert. Jeschke kann mittlerweile auf einen 10 jährigen Erfahrungsschatz zurückblicken. Sehr anschaulich stellte er die Vor- und Nachteile verschiedener Stammschutzmaterialien vor und stellte die Vorzüge von Stammschutzanstrichen, wie z.B. die lange Haltbarkeit und die geringen Wartungskosten dar.

Referent Jörg Tieben

Jörg Tieben von der Firma Softplan Informatik GmbH, Wettenberg, referierte anschließend

über die GIS-basierte Verwaltung von Streuobstwiesen. Tieben erläuterte die Möglichkeiten zur Erfassung, Dokumentation und Analyse von Streuobstbeständen. Streuobstbestände sind wertvolle, kulturell geprägte Biotopstrukturen, die weiterhin durch Nutzungsaufgabe und Landfraß dezimiert werden. Insbesondere für Kommunen mit noch großen Streuobstbeständen dürfte die GIS-basierte Verwaltung der Bestände eine wertvolle Hilfe sein.

Referentin Anette Schött

 Attraktive Staudenpflanzungen für Baumstandorte und Freiflächen stellte danach Anette Schött, Landschaftsarchitektin aus Büdingen vor. Am Beispiel realisierter Projekte wie dem Keltenkreisel und diverser Staudenmischpflanzungen in Gießen, Bad Nauheim, u.a. Kommunen überzeugte sie das Fachpublikum mit der Schönheit und Vielgestaltigkeit unterschiedlicher Vegetationsbildern im Jahresrhythmus. Die Bilder belegten, dass Staudenpflanzungen nicht nur auf freier Fläche funktionieren, sondern dass auch an Baumstandorten schöne Blühaspekte erzielbar sind. Für ein gutes Gelingen stellte Schött die wichtigsten Voraussetzungen heraus: „Neben einer guten Bodenvorbereitung, der standortgerechten Pflanzenauswahl, abgestimmt in Höhe, Farbe und Blütezeit, bedarf es auch motivierter und kompetenter Mitarbeiter um einen langfristigen und nachhaltigen Erfolg zu garantieren.“

Referent Joachim Schnabel

Joachim Schnabel, öbv Sachverständiger für Pflanzenschutz aus Wöllstadt, berichtete zum Schluss wieder in gewohnt dynamischer Manier über Aktuelles aus dem Pflanzenschutz.

Unter anderem berichtete er über erhebliche Schäden im Jahr 2012 durch Feuerbrand. Ein feucht-warmer Sommer dürfte die Ausbreitung begünstigt haben. Besonders hoch waren nach Angaben Schnabels auch die Frosttrocknis-Schäden nach den beiden sehr kalten Wochen im Februar 2012.

Außerdem befürchtet Schnabel in den kommenden Jahren eine stärkere Ausbreitung der Maulbeerschildlaus: „Der Befall hat im Süden Deutschlands im letzten Jahr stark zugenommen. Ein weißer, schimmelartiger Überzug auf den Ästen weist auf den schwer zu bekämpfenden Schädling mit breitem Wirtsspektrum hin. Das Abschneiden von Ästen bleibt erste Wahl bei der Bekämpfung.“

Referent/Organisator/Reporter Sylvio Jäckel

„Kommunaler Baumfrevel – was können wir dagegen tun?“ war die abschließende und viel diskutierte Fragestellung von Landschaftsarchitekt Sylvio Jäckel, Stadt Dreieich, der die Problematik anhand eines aktuellen Falles aufzeigte.

 

Der 13. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein-Main war einmal mehr wichtiger Treffpunkt zur Wissensvermittlung und zum fachlichen Austausch untereinander und wird in den kommenden Jahren als Austauschplattform im Rhein-Main-Gebiet weiter fortgeführt werden.

AK - Teilnehmer


Wir Danken:

Baumpflege Gebr. Krämer und Sachverständigenbüro Zorn als Sponsoren,
BSO Oberursel für die reibungslose Organisation,

Restaurant Taunsblick für die hervorragende Bewirtung,

Fa. Maltaflor als Aussteller,

Fa. Flügel als Aussteller

und natürlich allen Referenten.


 

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Einladung zum 13. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main

EINLADUNG zum  13. Arbeitskreis Kommunale Baumpflege Rhein Main
Datum:                     08. November  2012
Ort:                          Taunushalle in Oberursel-Oberstedten, Landwehr 6
Gastgeber:              Stadt Oberursel / Bau und Service Oberursel‘
Veranstalter:           AK Kommunale Baumpflege Rhein Main

9:00 Begrüßung
Thomas Bücher, Fachbereichsleiter Bau und Service Oberursel

Michael Weise, Erster Betriebsleiter BSO


9:15 Einige Aspekte zum Klimawandel und deren Auswirkungen aus agrarmeteorologischer Sicht

Dr. Cornelia Perseke-Ockelmann, Deutscher Wetterdienst,
Abteilung Agrarmeteorologie, Leiterin der Außenstelle Geisenheim

10:30 Thermische Rindenschäden an Bäumen und Möglichkeiten zur Vermeidung- Erfahrungen der letzten 10 Jahre
Roland Jeschke, Flügel GmbH, Osterode am Harz

11:15 GIS-basierte Verwaltung von Streuobstwiesen
Jörg Tieben, Softplan Informatik GmbH, Wettenberg


13:00 Attraktive Staudenpflanzungen für Baumstandorte und Freiflächen
Anette Schött, Landschaftsarchitektin, Büdingen

13:45 Kommunaler Baumfrevel – was können wir dagegen tun?

Sylvio Jäckel, Stadt Dreieich

14:30 Aktuelles und Diskussion:
Kosten Baum/Jahr, Infos aus der Phytopathologie DIN 18920, Ausschreibungstext, Baumpflege/Baumkontrolle Joachim Schnabel, öbvSV, Matthias Zorn, öbvSV und weitere Teilnehmer des AK Ende des Arbeitskreises gegen 15:30 Uhr




                            

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